Ab 2025 muss jeder öffentliche Angestellte mindestens 40 Stunden Weiterbildung pro Jahr. Wenn Sie in einem technischen Büro, in der Stadtplanung oder im öffentlichen Dienst arbeiten, sind diese Stunden die Gelegenheit, die Lücke zu schließen, die Sie jeden Tag verlangsamt: die territorialen Daten Ihrer Gemeinde selbstständig lesen und erstellen zu können, ohne für jede Anfrage auf externe Berater angewiesen zu sein. Hier finden Sie, was die Pflicht genau vorsieht, warum GIS-Schulungen vollständig darunter fallen und wo es sinnvoll ist, anzufangen.
Was sieht die Pflicht von 40 Stunden vor?
Der Bezugspunkt ist die Richtlinie des Ministers für die öffentliche Verwaltung vom 16. Januar 2025, die die Anzahl der jährlichen Schulungsstunden pro Kopf festlegt – ab 2025 – auf mindestens 40, was einer Schulungswoche pro Jahr entspricht. Es ist kein Wunsch: Das Erreichen dieser Stundenzahl wird zu einem spezifischen Leistungsziel jedes Managersund fließt somit in die Bewertung ein. Sie können die Analyse der Richtlinie und das Verhältnis zur Autonomie der Behörden auf Publika lesen und einen allgemeinen Überblick auf Lentepubblica.
Auf vertraglicher Ebene regelt der Tarifvertrag für lokale Funktionen vom 16. November 2022 die Schulung des Personals inArtikel 55 und stellt einen Punkt fest, der in der Praxis alles ändert: Schulungsstunden gelten als vollwertige Dienstzeit. Sie machen sie nicht abends, nicht im Urlaub.
Eine nützliche Klarstellung, weil sie Verwirrung stiftet: Die Stundenzahl ist jährlich, nicht dreijährlich. Vierzig Stunden jedes Jahr, für jeden Mitarbeiter.
Warum GIS vollständig in die Pflichtschulungen fällt
Die Verwaltungen wählen die Inhalte nicht willkürlich: Der Referenzrahmen ist das „Kompetenzrahmens Digitale Fähigkeiten für die öffentliche Verwaltung“, das die minimalen Kenntnisse beschreibt, um aktiv an der digitalen Transformation teilzunehmen. Der Syllabus ist in fünf Themenbereiche gegliedert – darunter dieNutzung von Daten und Dokumenten – jeder mit drei Beherrschungsstufen: Grundlagen, Mittelstufe und Fortgeschrittene. Sie finden das offizielle Schulungsangebot auf dem Syllabus-Portal.
Die Verwaltung von Geodaten – Öffnen, Überprüfen, Abfragen und Veröffentlichen von Karten – fällt genau in den Datenbereich. Und hat einen Vorteil, den wenige Schulungsinhalte haben: es setzt sich sofort in geleistete Arbeit um. Ein Techniker, der am Kursende sein QGIS mit den regionalen WMS-Diensten verbinden kann, benötigt ab dem nächsten Tag keine Kartenextraktionen mehr von Dritten.
Wo anfangen: zwei konkrete Wege
Die entscheidende Unterscheidung liegt nicht zwischen Software, sondern zwischen Daten lesen können und sie arbeiten lassen können.
- Wer bei Null anfängt muss schnell zu einem sichtbaren Ergebnis kommen: die bereits vorhandenen Daten öffnen, sich mit offiziellen Karten verbinden, eine druckfertige Tafel erstellen. Das ist das Ziel des QGIS Grundkurs: vier Stunden live, von der Installation bis zur fertigen PDF.
- Wer bereits QGIS nutzt verliert meist Zeit mit den gleichen manuellen Wiederholungen. Der Fortgeschrittenen-Kurs QGIS arbeitet mit PostGIS-Datenbanken, räumlicher Analyse, Datenqualitätskontrolle und automatischen Verfahren, die selbstständig mit Hunderten von Elementen laufen.
- Wer Daten für alle Ämter zugänglich machen muss — oder von Bürgern — findet in WebGIS-Kurs den Übergang von Datei-basierten Karten zu Online-Karten.
QGIS ist freie Software: keine Lizenzen zu kaufen, keine zusätzlichen Kosten außer der Schulung selbst.
Wie die Stunden mit dem Schulungsplan der Behörde in Einklang gebracht werden können
Drei praktische Tipps aus der Projektarbeit mit Gemeinden:
- Nach Abteilung planen, nicht nach Person. Zwei Techniker derselben Abteilung zu schulen ist wertvoller als einen pro Bereich: Das Know-how bleibt auch bei Urlaub erhalten.
- Nutzen Sie die echten Daten der Behörde während des Kurses. Mit dem Straßenverzeichnis der eigenen Gemeinde zu üben, statt mit Beispieldaten, bedeutet, den Kurs mit bereits begonnener Arbeit zu verlassen.
- Planen Sie die Stunden ein, nicht nur den Kurs. Die 40 Stunden setzen sich aus mehreren Maßnahmen zusammen: Ein GIS-Kurs von 4 bis 12 Stunden deckt einen bedeutenden und nachweisbaren Teil ab.
Möchten Sie eine auf Ihre Behörde zugeschnittene Ausgabe?
Wir gestalten das Schulungsprogramm basierend auf den realen Daten Ihres Gebiets – Straßenverzeichnis, Hausnummern, Grünflächen, Toponomastik, Beschilderung – so dass die Schulungsstunden auch ein operatives Ergebnis liefern. Wir haben bereits Schulungen für die Gemeinde San Gimignano, die Comune di Casalecchio di Reno und dieOrdine degli Architetti di Firenze.
Fragen Sie das Programm für Ihre Behörde an.
Häufig gestellte Fragen
Gelten die 40 Stunden jährlich oder dreijährlich?
Jährlich. Die Richtlinie vom 16. Januar 2025 sieht ein Mindeststundenkontingent pro Kopf vor jährlich von mindestens 40, ab 2025.
Zählt die Schulungszeit als Arbeitszeit?
Ja. Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst vom 16. November 2022, Artikel 55, betrachtet Schulungen als vollwertige Dienstzeit.
Zählt ein QGIS-Kurs für die Pflichtschulungen?
Die Schulung zu Geodaten fällt unter den Bereich „Daten und Dokumente“ des Digitalkompetenz-Rahmens für die öffentliche Verwaltung. Die Planung obliegt den Behörden, die die Relevanz für ihre Bedürfnisse prüfen.
Müssen Softwarelizenzen gekauft werden?
Nein. QGIS ist freie und kostenlose Software, die auch auf öffentlichen Arbeitsplätzen uneingeschränkt nutzbar ist.